Ilona Tasch - Heilpraktikerin in Rheine

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Natürliche Hormontherapie – Sanfte Hilfe durch bioidentische Hormone

Erstellt am: 28. Mai, 2018

Wenn die Botenstoffe verrücktspielen: Wie wir die Balance wiederfinden, ohne die „Chemiekeule“ zu schwingen.

Hitzewallungen, die aus dem Nichts kommen. Stimmungsschwankungen, die Sie an sich selbst nicht kennen. Unerklärliche Gewichtszunahme oder eine bleierne Müdigkeit, die auch nach dem Schlafen nicht verschwindet. Viele Patienten hören dann: „Das ist das Alter“ oder „Das ist psychisch“. Doch oft liegt die Ursache ganz woanders: in einer Hormondysbalance.

Hormone sind die mächtigsten Botenstoffe unseres Körpers. Sie steuern unsere Energie, unsere Laune, unseren Schlaf und unsere Fortpflanzung. Gerät dieses feine Orchester durcheinander – sei es durch Stress, Umweltgifte, Medikamente oder die Wechseljahre – , spüren wir das massiv.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen – sanft, natürlich und maßgeschneidert.

 

Was sind „naturidentische“ oder „bioidentische“ Hormone?

Bioidentische Hormone sind Hormone, deren molekulare Struktur exakt mit den körpereigenen Hormonen des Menschen übereinstimmt. Das bedeutet: Der Körper erkennt sie wie seine eigenen Hormone und verarbeitet sie über dieselben Rezeptoren und Stoffwechselwege.

Was bedeutet „bioidentisch“ genau?

„Bioidentisch“ bezieht sich auf die chemische Struktur, nicht auf die Herkunft.

Ein bioidentisches Hormon kann:

  • aus pflanzlichen Ausgangsstoffen (z. B. Diosgenin aus Yams oder Soja) hergestellt werden
  • im Labor synthetisiert werden
  • industriell standardisiert produziert werden

Entscheidend ist: Die Molekülstruktur ist identisch mit dem menschlichen Hormon.

Beispiele bioidentischer Hormone

Typische Hormone, die bioidentisch eingesetzt werden:

  • Östradiol (E2)
  • Progesteron
  • Testosteron
  • DHEA
  • Melatonin
  • Cortisol

Unterschied zu „synthetischen“ Hormonen

Oft wird bioidentisch fälschlich mit „natürlich“ gleichgesetzt. Der eigentliche Unterschied liegt jedoch hier:

Bioidentisch | Nicht bioidentisch (z. B. manche synthetische Derivate)

Strukturidentisch mit körpereigenem Hormon | Chemisch leicht verändert

Bindet an denselben Rezeptor | Teilweise andere Rezeptorwirkung

Gleiche Stoffwechselwege | Abweichender Abbau

Ein bekanntes Beispiel für nicht bioidentische Gestagene sind bestimmte synthetische Progestine, die strukturell vom natürlichen Progesteron abweichen.

 

Wichtige Einordnung

Der Begriff „bioidentisch“ sagt nichts automatisch über Wirksamkeit, Sicherheit oder Verträglichkeit aus.

Diese hängen ab von:

  • Dosierung
  • Applikationsform (Creme, Kapsel, Pflaster etc.)
  • individueller Stoffwechsellage
  • Begleitfaktoren wie Leberfunktion, Darmmillieu, Mikronährstoffstatus, Stressbelastung

 

Warnsignale: Habe ich eine Hormondysbalance?

Ein Ungleichgewicht beginnt oft schleichend. Anfangs sind die Symptome diffus. Typische Anzeichen, für einen Handlungsbedarf sind:

  • Zyklus & Frauenheilkunde: PMS (Prämenstruelles Syndrom), Brustspannen, Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch, Myome.
  • Wechseljahre (Klimakterium): Hitzewallungen, Nachtschweiß, Scheidentrockenheit, Gelenkschmerzen
  • Psyche & Kopf: Stimmungsschwankungen, Migräne, Ängste, depressive Verstimmungen, Aggression
  • Energie & Körper: Erschöpfung (Burnout-Symptomatik), Antriebslosigkeit, Libidoverlust, Haarausfall, Akne, Gewichtszunahme.

 

Warum Unterschied Bluttest – Speicheltest

„Ihre Hormonwerte sind im Normbereich. “ Diesen Satz hören viele meiner Patienten, obwohl es ihnen schlecht geht. Das Problem liegt in der Messmethode.

Im Blut sind Hormone meist an Eiweiße gebunden (Transportform) und damit biologisch inaktiv. Der Bluttest misst also oft die „Lagerbestände“, daraus ergibt sich die Gesamtzahl der Hormone. Wie viele davon aktiv sind, weiß man aber nicht.

Der Hormon-Speicheltest zeigt an was Ihrem Körper tatsächlich zur Verfügung steht (z.B. Estradiol, Estriol, Progesteron, Testosteron, DHEA und das Stresshormon Cortisol). Das Ergebnis ist präziser und erklärt oft Beschwerden, die im Blutbild unsichtbar blieben.Vorteil: Der Test ist nicht invasiv und kann von Ihnen ganz einfach zu Hause durchgeführt werden. Den richtigen Zeitpunkt besprechen wir gemeinsam.

 

Die Therapie: Maßanzug statt Gießkanne

Es gibt kein „Schema F“. Basierend auf Ihren exakten Laborwerten erstelle ich einen individuellen Therapieplan. Wir füllen nur das auf, was wirklich fehlt.

Wie funktioniert die Anwendung? Die Behandlung erfolgt meist sehr unkompliziert und ohne Tablettenschlucken:

1. Transdermale Cremes: Die bioidentischen Hormone werden als Creme über die Haut aufgenommen. Das schont die Leber und ist sehr gut dosierbar.

2. Globuli / Homöopathische Zubereitungen: In potenzierten Formen (z.B. D4 – D12) regen wir die körpereigene Regulation sanft an.

Durch die exakte Dosierung und die Natürlichkeit der Wirkstoffe ist diese Therapie äußerst effektiv und nahezu frei von Nebenwirkungen.

 

Finden Sie Ihre Balance wieder

Hormone steuern unser Lebensgefühl. Wenn sie fehlen, fehlt uns die Kraft. Möchten Sie wissen, ob Ihre Beschwerden hormonelle Ursachen haben?

 

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